So ist Betrübnis doch die entsetzlichste Krankheit: sie befiel das Herz der Welt des Islam... jene Betrübnis, die unsere hohe Moral tötete, die unser Gemeininteresse verlassen und unseren Blick auf das Privatinteresse beschränkt hat. Auch brach diese Betrübnis unsere geistige Kraft... Betrübnis ist die schrecklichste Krankheit der Nationen... Sie ist furchtsam, verachtungswürdig und die Abscheulichkeit der Kraftlosen, deren Vorwand... Die Zukunft wird auf den Kontinenten wirklich und ideell herrschen und es ist nur der Islam der hinführt zu menschlicher Weltlichkeit und jenseitiger Glückseeligkeit...
Nach dieser Atmosphäre der Beschwernis und des Durcheinanders wird Gott den Menschen einen Retter senden, der die Menschen aus der Dunkelheit ans Licht führt. Diese "Mahdi" (derjenige, der zum Richtigen führt, Führer auf dem rechten Weg) genannte heilige Person wird erst die Islamische Welt wieder erwecken; anschließend werden sich unter seiner Vermittlung Frieden, Liebe und gute Moral über die gesamte Welt verbreiten. Mit seiner Exzellenz dem Mahdi (a.s) werden Gott verleugnende und der religiösen Moral entgegengesetzte Ideologien ideell zerstört; Das Wesen der Islamischen Moral wird - wie sie im Quran und dem maßgeblichen Vorbild des Propheten (s.a.w.s) dargelegt sind - in ihren wahren Zustand verwandelt; die islamische Welt erstarkt politisch, wirtschaftlich und sozial.
Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ist Seine Exzellenz der Mahdi, so wie auch manche Islamgelehrten bemerken, eine ideelle Person. (Das Richtige weiß allein Gott). Wie die Hadithen mitteilen, wird zur Endzeit auch der Prophet Jesus (a.s) wieder auf die Erde zurückkehren. Diese Wiederkehr des Propheten Jesus (a.s) ist eine der größten Freudenbotschaften der Endzeit. Neben verschiedenen Hadithen unseres Propheten Muhammad (s.a.w.s) über die Wiederkehr des Propheten Jesus (a.s) auf die Erde finden sich hierzu im Quran deutliche Informationen. In vielen Versen gibt es klare Aussagen über die Wiederkehr des Propheten Jesus (a.s). So teilt Gott in den Versen des Quran mit, daß der Prophet Jesus (a.s) nicht getötet wurde, daß den Menschen eine ihm ähnlich sehende Person gezeigt wurde, daß er starb (das heißt seine Seele wie im Schlaf genommen wurde) und daß Er ihn zu sich erhob. In der Sure an-Nisa wird diese Tatsache den Gläubigen folgendermaßen mitgeteilt:
Bei der Ankunft des Propheten Jesus (a.s) wird dieser, als Manifestation der Quranischen Verse wie alle Propheten von den Menschen durch seine Achtung und seine erwählte und achtunggebietende Erscheinung erkannt. Diejenigen, die ihn sehen, erkennen ihn auf den ersten Blick und sie werden auch keine Zweifel in ihren Herzen tragen. Eines der wichtigsten Zeichen, woran die Menschen den Propheten Jesus (a.s) erkennen, ist die Tatsache, daß er auf der Welt keinen Verwandten, keine Familie und keinerlei bekannten Menschen hat.
Wenn der Prophet Jesus (a.s) erneut auf die Welt kommt, dann wird es keinen einzigen Menschen geben, der dessen Äußeres, sein Gesicht oder seine Stimme kennt. Kein Mensch auf dieser Erde wird sagen “ich kenne ihn von früher”. Denn alle Menschen, die ihn kannten, lebten vor nahezu 2000 Jahren und sind tot.
Bei seiner Ankunft wird der Prophet Jesus (a.s) mit dem Quran regieren, er wird die christliche Welt dieser Zeit dem Aberglauben, in den sie verfiel entziehen, und er wird die Christen dazu einladen, entsprechend der Quranischen Moral zu leben. Auf diese Weise werden Islam und Christentum sich zu einem Glauben vereinigen und die Welt wird in ein neues, “Goldenes Zeitalter” genanntes Zeitalter eingehen, in dem Frieden, Ruhe, Sicherheit, Zufriedenheit und Wohlstand herrschen. Das Goldene Zeitalter wird ebenso wie die Zeit unseres Propheten (s.a.w.s) ein zufriedenes Zeitalter sein. War die Welt vorher voller Tyrannei, so wird sie nun voller Gerechtigkeit sein. An Waren und Reichtum wird Überfluß herrschen und die Menschen werden niemanden mehr finden, der hilfebedürftig ist. Mit den Entwicklungen in Technologie und Wissenschaft werden die Lebensqualität der Menschen steigen, Bequemlichkeit und Komfort zunehmen. Wohin die Menschen auch blicken, überall werden sie Überfluß und Schönheit erblicken. Die Menschen in dieser Zeit werden so mit ihrem Leben zufrieden sein, daß, wie in den Hadithen mitgeteilt ist, die Alten wünschen werden, jung zu sein.
Bezüglich der Entwicklungen zur Endzeit, die wir hier kurz umrissen, folgen einige der Hadithen des Propheten Muhammad (s.a.w.s).
Die Charakteristika des Milieus aus dem Seine Exzellenz der Mahdi (a.s) hervortreten wird
Wenn der Jüngste Tag herannaht und wenn die Herzen der Gläubigen schwach werden aus Gründen wie Tod, Hunger und Zwietracht und dem Verlust des maßgeblichen Vorbilds des Propheten und wenn Neuerungen aufkommen, Gelegenheiten verschwinden, Gutes zu befehlen und Schlechtes zu verhindern, dann wird von meinen Kinden mit dem Mahdi das Vorbild des Propheten belebt. Mit dessen Gerechtigkeit und Überfluß wird das Herz der Gläubigen erfrischt. Zwischen den Völkern der Nicht-Araber und der Araber entstehen freundschaftlicher Verkehr und Gespräch. 49
Wenn die Welt in Zwietracht steckt, Zwietracht auftritt, die Straßen unterbrochen, einige über manch andere herfallen, die Großen sich nicht der Kleinen erbarmen und die Großen sich nicht würdevoll benehmen, dann wird Gott die Feindschaft aus ihnen mit der Wurzel aushöhlen, die Burgen der Verirrungen erobern und so wie er zuvor mich aufrecht hielt auch die Religion zur Endzeit aufrecht halten und jemanden (Mahdi) schicken, der die vorher von Tyrannei erfüllte Welt mit Gerechtigkeit erfüllt. 50
Im Westen werden Unordnung, Zwietracht und Angst sein... Die Zwietracht wird zunehmen. 51
Nirgendwo wird eine Zwietracht auftreten, die vor ihm geschützt bleibt, die Zwietracht wird sich von dem Ort aus, an dem sie sich befindet, sofort ausbreiten... 52
Vor dem Auftreten des Mahdi werden Handel und Straßen zwischen den Nationen unterbrochen sein und unter den Menschen wird die Zwietracht zunehmen... 53
Bis zum Morden an unschuldigen Menschen wird der Mahdi nicht hervortreten und er wird endlich erscheinen wenn die Morde auf Erden und am Firmament nicht mehr zu ertragen sind... 54
Das Leben, das in der Zeit des Mahdi gelebt werden wird:
So wie der Prophet Muhammad ganz am Anfang den Islam aufrecht hielt, so wird diesen am Ende in gleicher Weise auch Seine Exzellenz der Mahdi aufrecht halten. 55
Er wird auch Feindschaft und Haß aufheben... So wie er eine Tasse mit Wasser füllt wird er die Erde mit Frieden anfüllen. Es wird eine Vereinigung der Religionen stattfinden, und endlich wird niemand anders als Gott mehr angebetet. Auch der Krieg wird an Gewicht verlieren. 56
60. Sahih-i Müslim, 1/136
Zu seiner Zeit werden Wolf und Schaf gemeinsam spielen, die Schlangen schaden den Kindern nicht.
Die Menschen säen eine Handvoll Samen und ernten 700 Handvoll.
Heuchelei, Wucher, Ehebruch und Alkohol bleiben nicht, die Lebenszeit verlängert sich und es wird keinen Verlust von Anvertrautem mehr geben.
Die Schlechten werden vernichtet und es wird keiner mehr bleiben, der unserem Herrn Propheten grollt. 57
Bei der Verteilung von Reichtum und Waren an die Menschen wird ohne zu zählen viel gegeben. 58
Unter den Menschen bleibt keine Feindschaft. Und alle Feindschaften, Auseinandersetzungen und Neid wird unbedingt verschwinden. 59
... Dann werden sich alle wilden Tiere am Boden und am Himmel, alle Vögel und sogar die Fische an dessen Regierungszeit freuen. Zu seiner Zeit wird sogar das Wasser der Flüsse mehr werden. Seine Exzellenz der Mahdi wird Schätze hervorbringen... 60
Zu dieser Zeit wird in meiner Religionsgemeinschaft so ein Wohlstand herrschen, wie bis zu diesem Tag noch nie dagewesen... 61
Seine Gerechtigkeit wird alles bedecken. Die Welt, die voller Tyrannei und Sittenlosigkeit ist, wird nach seiner Ankunft an Gerechtigkeit überfließen... Die Welt wird voller Sicherheit sein und Frauen werden sogar ohne männliche Begleitung in Ruhe die Pilgerfahrt machen können. 62
Wie die Hadithen, von denen wir hier nur einen Teil zitierten deutlich zu verstehen geben, erwartet die Islamische Welt wichtige und große Entwicklungen. Ebenso wie Gott für alles eine Bestimmung verfügte, tat er dies auch für die Islamischen Gesellschaften. Wie in dem Vers "… Gott aber will Sein Licht vollenden..." (Sure at-Tauba, 32) mitgeteilt wurde, wird sich die Quranische Moral über die gesamte Welt verbreiten, atheistische Philosophien werden ideell unterliegen und mit dem Aufheben der Zwietracht werden Friede und Rettung über die gesamte Menschheit kommen; dies ist die Freudenbotschaft unseres Herrn an uns. Die Tage werden mit Erlaubnis Gottes ganz nahe sein, an denen sich die Islamische Moral über die Welt verbreitet und an denen die Menschen endlich Frieden und Sicherheit erreichen. Das Versprechen Gottes an die aufrichtig Glaubenden “Sie erlangen ebenso wie die vor ihnen Lebenden endlich Kraft und Macht” darf nicht vergessen werden. Im Vers wird folgendermaßen befohlen:
Andererseits sind in einem Teil der Islamischen Welt Armut und mangelnde Bildung verbreitet. Manche Menschen, die aus dieser Situation Nutzen ziehen, wirken im Namen des Islam so, daß die Muslime in den Augen der Welt diskreditiert werden. Aber auch Kreise, die gegen die Islamische Moral sind, profitieren von dieser Situation.
Die Lösung besteht darin, alle Muslime zu vereinigen, und eine Islamische Union gründen, die ihnen den rechten Weg weist. Es ist die Pflicht eines jeden Muslims, sich um die Islamische Union zu bemühen:
Alle Muslimischen zivilen Vereine, Organisationen, Stiftungen, Medienschaffende und Meinungsbildner müssen die Spaltung unter den Muslimen überwinden und sich für Einheit und Zusammengehörigkeit einsetzen.
Die Fürbitte eines jeden Muslims dient der Wiederbelebung der großen Islamischen Zivilisation, die die Welt erleuchtet und Gerechtigkeit und Frieden bringt. Kommt, laßt uns einen Ausgleich finden. Laßt uns einen Ausgleich finden zwischen den Muslimen, die ihr Gebet nicht in der Moschee der anderen verrichten, die sich nicht grüßen, die nicht die Bücher der jeweils anderen lesen und die wegen einer Meinungsverschiedenheit zum Feind des Bruders werden. Mögen künstliche Unterschiede wie diese aufgehoben werden. Die Moscheen, die Häuser Gottes sind, sollen die Gebetsstätten aller Muslime sein und nicht nur dieser oder jener Gruppe, dieser oder jener Glaubensrichtung. Alle Muslime sollen sich grüßen und miteinander sprechen. Sie sollen zeigen, daß sie tolerant sind. Möge Unversöhnlichkeit unter Religionsgesellschaften und den Menschen ein Ende finden. Und mögen sich alle Muslime in Zusammenarbeit, Ausgeglichenheit und Toreranz darum bemühen, noch näher zu Gott zu kommen und seiner Religion noch besser zu dienen.
Mögen sie diesen Befehl, den uns Gott gab niemals vergessen: